Foto-Roadtrip

Eine Foto-Rundreise durch Westeuropa

Vier Wochen lang fuhren wir 2016 mit dem Auto und minimalem Gepäck durch Deutschland, Niederlande, Belgien, Frankreich, Spanien und Andorra. Wir erkundeten Landschaften, Sehenswürdigkeiten, Städte mit einer langen Vergangenheit, mittelalterliche Dörfer und legten dabei knapp 5.000 Kilometer zurück. Wir nehmen dich mit auf diese Abenteuerreise, erlebe was wir erlebt und fotografiert haben und lerne aus den Reisefoto-Tipps.

Es werden vom 08.05. - 14.08.2020 zwei Tagesartikel pro Woche veröffentlicht, möchtest du daran erinnert werden, trage dich gerne in meine Schatzkisten Mail ein.

Tag 5 – 04.08.2016

Ein Ausflug hoch hinaus

Früh ging es los, um die Klippen von Étretat anzuschauen und wandern zu gehen. Auf der Hinfahrt überquerten wir die große Schrägseilbrücke, wo ein Versprecher von mir für allgemeine Erheiterung sorgte. 😉 Die Überfahrt der Brücke kostet eine Mautgebühr und ich wollte die Quittung mitnehmen und sagte zu meiner Frau: “Halt warte ich brauch noch mein Rezept!” Mit so kleinen Versprecher sorge ich immer wieder mal für kleine Lachanfälle in der Familie 😀

Ètretat ist ein beliebter Touristenort, mit einem Strand der in Kies übergeht und sehr schönen Klippenformationen, mit einem riesigen natürlichen Torbogen, durch den man bei Ebbe gehen kann. Die Stadt ist eng, Parkplätze sind rar, am Rander des Ortes nutzen wir einen größeren “Touriparkplatz”. Vor hier aus geht die kleine Wanderung los.  Zuerst an den Strand, dann steigen wir zu den Klippen auf und gehen dort einen kleinen Wanderpfad, immer der Küste entlang. Der Strand und die erste Klippe sind noch sehr belebt, aber das verliert sich nach und nach, je weiter wir der Küste entlang gehen. Viele steigen nur zur ersten Klippe hinauf, machen ein Bild und gehen wieder.

Aussicht von der ersten Klippe.

Auch die Kids machen fleißig Bilder.

Wir wandern und wandern, halten immer wieder an, um Bilder und Videos zu machen, oder um einfach die geniale Aussicht zu genießen. Dadurch, dass Wolken am Himmel sind, wird die Lichtstimmung interessant und die Bilder wirken dramatischer, als bei einem blauen Himmel.

Ja ganz schön hoch 🙂 – ca. 100 Meter am höchsten Punkt.

Der Aufstieg auf die Klippen und die weite Wanderung haben sich auf jeden Fall gelohnt. Auch die Kids freuen sich, dass uns ihr Wunschausflug so gut gefallen hat! Wenn man, so wie wir, nicht unter so vielen Touristen sein will, sollte man sich den ganzen Tag Zeit nehmen und ein Stück den Weg an den Klippen lang gehen. Die Anstrengung wird belohnt! An einem Punkt unserer Wanderung ist auch unser Weihnachtskartenbild für das Jahr entstanden 🙂

Auf dem Rückweg hat die Ebbe eingesetzt, jetzt besteht die Möglichkeit durch den Torbogen zu laufen, was wir auch noch tun.

Was mich fast mehr fasziniert hat ist die Makrowelt bei Ebbe. 

Diese Vielfalt an Farben, Muster und Strukturen, ist unglaublich. Man muss aber genau hinschauen um das wahrzunehmen. Hier eine kleine Serie, auf den rechten Pfeil klicken.


Am Abend zurück in Honfleur bietet sich ein wunderschöner, knallroter Sonnenuntergang und als Abschluss des Tages, essen wir noch einen Crêpe.

Die Klippen von Étretat
Die Klippen von Étretat sind Kreideklippen und ein Touristenmagnet der Normandie. Man kann verschiedene Wanderrouten gehen und eine super Aussicht, auf den ca. 100 Metern hohen Klippen, bewundern. Der Ort Étretat war bis Mitte des 19. Jahrhunderts ein sehr ruhiges Fischerdörfchen, bis eine Gruppe Künstler ihn entdeckt hat und damit immer mehr Menschen kamen, um es zu Filmen, zu Fotografieren und zu Malen. Höhepunkte der Wanderung sind zum Einem die 70 Meter hohe Felsnadel, namens “Aiguille” und zum Anderen das Felsentor “La Manneporte”. Bei Ebbe kann man am Strand entlang laufen, in Gegenden die sonst überflutet sind. Man entdeckt eine große Höhle und einen alten Bunker. Allerdings sollte man gut über Ebbe und Flut Bescheid wissen und sich vor Steinschlag in acht nehmen

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