Inhalt des Artikels

  • Wann erhält man mystische Lichtstimmung?
  • Wie entsteht mystisches Licht?
  • Diffuses Licht
  • Aufnahmestandort und Bildkomposition
  • Die Details
  • Schärfe und Bewegungsunschärfe
  • Bildverarbeitung

Mystische Lichtstimmung im Schwarzwald

Wann hat es die Beste mystische Lichtstimmung?

  • Wenn die Sonne tief steht, am frühen Morgen und am späten Nachmittag
  • Wenn Nebel gerade entsteht oder sich auflöst

Wie entsteht eine mystische Lichtstimmung?

Sobald Sonnenlicht durch unterschiedlich dichten Nebel gefiltert wird.

Dann ziehen Lichtstrahlen eine Schneise durch die Dunkelheit und überfluten Flächen mit Hell-Dunkel-Tönen und Strukturen, mal hart mal fein. Diese entstehen durch die Kombination von tiefstehender Sonne und unterschiedlich dichtem Nebel. Mit den aktuellen Kameras, kann man auch gegen die Sonne fotografieren. Aber achte auf deine Augen, wenn du durch den Sucher schaust. Eine gute Idee wäre jetzt, den Live View Modus einzuschalten, um die Augen zu schonen. Bei dunklen Aufnahmen gehe ich etwas in die „Überbelichtung“, um Rauschen in den Tiefen zu vermindern. Damit alles Scharf wird, wähle ich eine Blende zwischen 8 und 16 abhängig vom Objektiv und natürlich auf dem Stativ.

Die Zutaten sind: Nebel + tiefer Sonnenstand  = mystische Lichtstimmung.

  • Der Strahleneffekt ist am Stärksten mit einer tiefstehende Sonne und Nebel.
  • Nebel ist wahrscheinlicher in den frühen Morgenstunden als am späten Nachmittag.
  • Eine Bild wird noch interessanter mit Reif bedeckten Spinnweben.

Diffuses Licht im Wald

Die Sonne verbreitet ein diffuses Licht, wenn sie gegen den Nebel ankämpft – ideal für mystische Waldbilder.

Bei diffusem Licht, verlängern sich die Belichtungszeiten, besonderes im Wald. Ein Bild verwackelt und wirkt unscharf, bei einer zu langen Belichtungszeit. Eine Verwacklung vermeidet man deshalb mit einem Stativ. Ohne Stativ gelingen auch „verwacklungsfreie“ Bilder, wenn man den ISO-Wert erhöht, dadurch verkürzt man die Belichtungszeit. Ich vermeide aber zu hohe ISO-Werte, denn sonst sieht man ein Bildrauschen in den dunklen Tonwerten. Man könnte auch die Blende verändern um die Belichtungszeit zu verkürzen, dadurch ändert man aber auch die „Schärfentiefe“ des Bildes, das muss berücksichtigt werden. Im allgemeinen nutze ich ein Stativ bei allen außergewöhnlichen Lichtsituationen.

Aufnahmestandort und Bildkomposition im Wald

Sonnenstrahlen kommen richtig zur Geltung, wenn sie den Wald durchdringen. Das funktioniert sehr gut am Waldrand, einem Waldweg oder einer Waldlichtung.

Ein Waldweg ist der ideale Ausgangspunkt. Ich folge erst immer einem Waldweg, wird die Lichtstimmung interessant, gehe ich ein Stück in den Wald hinein und fotografiere verschiedene Aufnahmestandorte und Kompositionen.

Beispiel:

Erste Bild frontal zu Sonne ohne sie aufs Bild zu nehmen, aufgenommen an einem Waldweg mit einer Waldgrenze.
Zweites Bild frontal zur Sonne fotografiert, aufgenommen aus dem Wald zum Waldrand hin.

Die kleinen Dinge zählen

Eine Bildszene im Schwarzwald wird noch mystischer mit Details wie:

  • Spinnweben
  • Raureif
  • Tautropfen
  • abgestorbene Äste
  • Baumstümpfe die verrotten
  • Ameisenhaufen
  • Pilze
  • Rinde
  • Moos

Steigern lässt sich das mit deren Kombination. Zum Beispiel bei Raureif und Spinnweben: Erst durch Tautropfen oder Raureif werden Spinnweben im Bild besonders gut sichtbar und entfalten ihre volle Wirkung.

Die Zutaten sind: Nebel + tiefer Sonnenstand + kleine Dinge = mystische Bildstimmung

Bildkompositionen

Sehr jungen Bäumen und sehr hohe Bäumen in Kombination. Der Hintergrund verliert sich im Nebel.

Unterschiedliche Baumarten und Pflanzen ergeben schöne Farbkontraste -“nebligen” bläulichen Hintergrund, grün-gelblicher Waldboden und orange Pflanzen.

Zusammen mit diffusem Sonnenlicht ergeben sich sehr emotionale Bilder.

Bewegungsunschärfe

Scharf abgebildet wird ein Landschaftsbild, vom Vorder- bis zum Hintergrund, mit einem Blendenwert zwischen F/8 – F/12. Der “richtige” Blendenwert ist abhängig vom Objektiv und Abstand zum Vordergrund. Mir geht es jetzt aber erstmal um die Belichtungszeit. Bei diesen Blendenwerten kommt es schnell zu langen Belichtungszeiten, besonders in einem dunklen Wald. Bewegende Dinge im Bild oder Kamerabewegungen führen dann zu Bewegungsunschärfe. Eine zu lange Belichtungszeit sind bei meiner Ausrüstung Werte unter 1/125 Sekunden. Ihr müsst das bei eure Ausrüstung einfach Testen. Macht eine Bildreihe mit unterschiedlichen Belichtungszeiten und vergleicht die Bilder. Achtet also an windigen Tagen auf feine Bilddetails wie dünnen Zweige, diese verwackeln bei langen Belichtungszeiten. Wenn ihr aus der Hand fotografiert und die Kamera bei der Belichtung wackelt, kann es auch zu “Bewegungsunschärfe” kommen, deshalb nutzt ein Stativ

Bildverarbeitung

Mystische Lichtstimmungen sichtbar zu machen ist ein Herausforderung. Mit Bildentwicklung und Bildbearbeitung verstärkt und verändert man die Lichtstimmungen oder den Bildlook. Variationen werden dabei möglich – ins düstere oder märchenhafte.

Allgemeine Bildentwicklung in der Landschaftsfotografie

Ich arbeite bei der Bildentwicklung mit Lightroom. Hier bearbeite ich die Tonwerte und setzte Akzente um den Blick des Betrachters durch das Bild zu führen. Farbanpassungen und kleine Korrekturen werden auch erledigt. Um bestimmte Farbtöne hervorzuheben und um Lichtreflexionen zu mildern, nutze ich die Luminanz-Regler der Farben und regle bei Reflexionen in den Grün und Gelbtönen die Farben Orange, Gelb und Grün runter ins dunklere.

Allgemeine Bildbearbeitung in der Landschaftsfotografie

Weiter geht es mit Photoshop, hier hole ich nochmal alles aus den Mikrokontrasten raus und Schärfe nach, aber nicht einfach so über das ganze Bild, sondern über Masken nur in bestimmten Bildbereichen. Zum Beispiel: Nebel wird nicht geschärft, aber feine Zweige und Spinnweben schon.

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