Foto-Roadtrip

Eine Foto-Rundreise durch Westeuropa

Vier Wochen lang fuhren wir 2016 mit dem Auto und minimalem Gepäck durch Deutschland, Niederlande, Belgien, Frankreich, Spanien und Andorra. Wir erkundeten Landschaften, Sehenswürdigkeiten, Städte mit einer langen Vergangenheit, mittelalterliche Dörfer und legten dabei knapp 5.000 Kilometer zurück. Wir nehmen dich mit auf diese Abenteuerreise, erlebe was wir erlebt und fotografiert haben und lerne aus den Reisefoto-Tipps.

Es werden vom 08.05. - 14.08.2020 zwei Tagesartikel pro Woche veröffentlicht, möchtest du daran erinnert werden, trage dich gerne in meine Schatzkisten Mail ein.

Tag 23- 22.08.2016

5 Minuten in Andorra und dann Robin Hood besuchen

Abfahrt um 8:30 Uhr in Badalona, Richtung Carcassonne. Es ist ziemlich kompliziert aus Badalona herauszufinden, irgendwie fahren wir anfangs immer im Kreis. Wir müssen ca.  6 Stunden fahren, da wir nicht an der Küste entlang fahren, sondern im Inland, denn wir wollen noch ein kurzen Abstecher nach Andorra machen. Die Strecke ist sehr kurvig, aber die Aussicht lohnt sich alle Male! Grün bewachsene Berge, Felsen dazwischen, blauer, wolkenloser Himmel. Andorra können wir also von unserer Liste streichen, auch wenn es nur 10 Minuten waren 🙂

In Carcassonne angekommen, müssen wir die Wohnung und dann einen Parkplatz finden. Der Parkplatz ist 300 Meter von der Wohnung entfernt, deshalb müssen wir erstmal mit dem gesamten Gepäck durch die Innenstadt (Fußgänger-Zone) von Carcassonne laufen. Als wir die Wohnung gefunden haben, ist sie durch einen Pin-Code abgeschlossen – mal was Neues.

Allerdings haben wir von der Agentur kein Pin-Code bekommen. Also müssen wir dort erst anrufen, bis diese uns dann einen Code zukommen lässt. Eine lustige kleine Wohnung, mit der Küche genau in einem Schlafzimmer. Zum Mittag essen wir ausnahmsweise, wirklich mal ein Fertiggericht. Reis mit Lachs -ab in die Mikrowelle damit. Danach ruhen sich die Kids aus, Alicia ist noch etwas übel von der kurvigen Fahrt.

Ute und ich machen uns auf den Weg, um die Burg “Cité von Carcassonne” (mehr zur Burg im grünen Kästchen) anzuschauen. Von der Wohnung sind es ca. 2000 Meter durch die Stadt.

Ohne Fotoausrüstung nur mit Smartphone ausgestattet, gehen wir los, dann endlich treffe ich Robin Hood 😉 denn hier wurde der Film „Robin Hood – König der Diebe“ mit Kevin Costner gedreht. Die Burganlage sieht fantastisch aus und erfüllt alle Klischees einer Filmburg.

Die Lichtstimmung ist perfekt, die Sonne taucht die Burgmauern und Türme in ein goldenes Licht! Tja und dann “nur” Smartphone dabei. Ich hole alles raus was geht mein Smartphone findet seine Grenzen bei den extrem dynamischen Tonwerten.

Wir holen uns ein Eis und genießen den Sonnenuntergang auf der Burg, mit Aussicht über die ganze Stadt.

Hier sind glücklicherweise auch nicht so viele Menschen bzw. es verläuft sich. 

Im Inneren der Burg, findet man kleine Restaurants, Bars und urige Geschäfte.

 

Die Motive und die  Lichtstimmungen sind grandios. Mein Plan für morgen steht fest, das gibt eine doppelt Schicht, erst zum Sonnenaufgang und dann nochmal zum Sonnenuntergang, mit Fotoausrüstung – ich freue mich jetzt schon 🙂 Wenn ich zurückdenke, was wir in den letzten Wochen erlebt und gesehen haben, bekomme ich Schmetterlinge im Bauch.

 

Carcassonne
Carcassonne ist die Hauptstadt von Département Aude und war Schauplatz vieler Szenen in Robin Hood, nicht allein wegen der Cité von Carcassonne.
Früher hatte die Stadt eine bedeutende Rolle, da sie eine gute strategische Lage hatte. Seit dem Pyrenäenfrieden 1659 ist die Stadt militärisch unbedeutend und wurde dem Verfall preisgegeben. Dem Schriftsteller Prosper Mérimée gelang es allerdings, zusammen mit dem Gelehrten Jean-Pierre Cros-Mayrevieille und dem französischen Architekt, Kunsthistoriker und Denkmalpfleger Eugène Viollet-le-Duc, Carcassonne vor dem Abriss zu retten und die Restaurierung einzuleiten

Cité von Carcassonne
Die Cité von Carcassonne wurde 1997 zum Weltkulturerbe ernannt und zählt mittlerweile jährlich 3 Millionen Besucher. Sie ist Europas größte und besterhaltenste Festungsanlage in Europa, was sie ihren zwei Ringen und den insgesamt 38 Türmen zu verdanken hat. Der äußere Ring wurde im 13 Jahrhundert gebaut, der innere Ring jedoch, ist schon so alt wie die Römer.

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