Winterstimmung in Lightroom entwickeln

  • Grundeinstellungen in Lightroom
  • Gradationskurve
  • HSL
  • Teiltonung
  • Details
  • Objektivkorrekturen
  • Partielle Korrektur – Verlauf
  • Partielle Korrektur – Korrekturpinsel

Ausgangsmaterial ist diese RAW-Datei, welche noch grau und flau ist und nicht der Realität entspricht, sondern in Lightroom erst entwickelt werden muss. Die Regler stehen auf “Null” oder Ihren Standardeinstellungen. Um die Reglereinstellungen ablesen zu können, auf das Bild klicken, es vergrößert sich dann

Winterstimmung Brigach in Donaueschingen

Zur Erinnerung Teil 1 des Artikels entwickelten wir die Bildidee zu diesem Bild, mit der Formelat.

Merke: Lichtsituation + Anfnahmestandort + Motiv + Emotion = Bildidee

Der Workflow folgt den Modulen von Lightroom von oben nach unten, es werden folgende Module in dieser Reihenfolge abgearbeitet:

  1. Grundeinstellungen
  2. Gradationskurve
  3. HSL
  4. Teiltonung
  5. Details
  6. Objektivkorrekturen
  7. Partielle Korrektur – Verlauf
  8. Partielle Korrektur – Korrekturpinsel

1. Grundeinstellungen in Lightroom

Die Aufnahme zu dieser Bildidee wurde gemacht, jetzt muss die eigentliche Lichtsituation aus der RAW-Datei entwickelt und für meinen Geschmack auch verstärkt werden, ich bin halt Lichtemotionist und kein Bildrealist ;-). Auf diesem Bild sind die Regler entsprechend der nachfolgenden Beschreibung eingestellt. Hier kann aber jeder nach seinem Geschmack noch nachregeln. Es ist nicht einfach eine 100% “reale” Lichtsituation wiederzugeben, selbst die fertige JPG entspricht nicht zu 100% der “Realität”, wurde diese schon vom Kameraprozessor bearbeitet und folgt den Voreinstellungen (Kamera-Modus). Aber ich finde darauf kommt es bei emotionalen Landschaftsbilder nicht an, sonder um die Verwirklichung der Bildidee und das vermitteln von Emotionen!

2. Gradationskurve

Um selbst-bestimmend in eng definierten Tonwertbereichen einzugreifen, kann man mit der Gradationskurve arbeiten. Hier wurden die tieferen Töne und die “mittelhellen” nochmals angehoben.

Reglereinstellungen und Erklärungen
Es kamen fast alle Einstellungs-Regler zum Einsatz, das muss aber nicht bei jeder Bildentwicklung so sein.

Belichtung: ins Minus > um Details in den hellen Tonwerten im Himmel etwas deutlicher zumachen, später werden die zu “dunklen” Tonwerte wieder aufgehellt. Es entsteht weniger Bildrauchen in den dunklen Tonwerten, wenn “zu helle” Bildteile abgedunkelt werden, als “zu dunkle” Bildteile aufzuhellen.
Kontrast: ins Plus > um das flaue RAW etwas auszugleichen
Lichter: ins Minus > um in den hellen Tonwerten mehr Details zu bekommen
Tiefen: ins Plus > um in den dunklen Tonwerten mehr Details zu bekommen
Weiß: ins Minus > um nur in den obersten hellen Tonwerten noch Details zu bekommen und für die Teiltonung vorzubereiten
Schwarz: ins Plus > um nur in den tiefsten dunklen Tonwerten noch Details zu bekommen und für die Teiltonung vorzubereiten
Klarheit: ins Plus > um Strukturen(Ränder, Umrisse) zu betonen
Dynamik: ins Plus > da Sättigung ins Minus, bewirkt hier eine Erhöhung der Werte einen leichten “Pastell-Effekt”
Sättigung: ins Minus > um mit der Dynamik einen Pastell-Effekt zu erzeugen

Winterstimmung in Lightrom entwickeln

3. HSL

Farbton, Sättigung und die Luminanz (Helligkeitswerte) der einzelnen Farben regelt man hier.

Farbton: für das schönere Morgenrot, die Gelb mehr ins Orange
Sättigung: Gelb und Orange ins Plus, die sind im RAW zu “lau”
Luminanz: Um das Blau des Himmels hervorzuheben

4. Teiltonung

Um den allgemeinen Farblook eines Bildes zu ändern, bieten sich diese Regler an. Das Bild bekommt einen leicht bläulicher gesamt Eindruck um “emotionale Kälte” zu symbolisieren und in den hellen Bereichen ein Tick ins Gelbe um die aufgehende Sonne und damit den Sonnenaufgang emotional zu unterstützen.

Lichter-Regler: Farbton ins Gelbe und Sättigung angehoben
Schatten-Regler: Farbton ins Blaue und Sättigung angehoben

5. Details

Wer nur in Lightroom arbeitet kann jetzt die Details allgemein anheben, bei Landschaften bevorzuge ich die angegebenen Einstellungen.

6. Objektivkorrekturen

Wenn man stark in das RAW-Bild zoomt, sieht man bei den Umrissen (mit starken Kontrasten) ein grün und roter Rand, speziell bei den dunklen feinen Ästen und dem hellen Hintergrund. Das sind sogenannte “Chromatische Abberationen” die unterschiedlich stark auftreten können, mit der Einstellung verschwinden diese.

7. Partielle Korrektur – Verlauf

Nach den allgemeineren Einstellungen, folgen nun Korrekturen, welche sich nur auf bestimmte Bildbereiche auswirken sollen. Dazu kommt bei diesem Bild der Verlauf und der Korrekturpinsel zum Einsatz. Um den unteren Bereich (Fluß und Ufer) aufzuhellen aber den Himmel zu schützen, nutzen wir das Verlaufswerkzeug. Dabei wird der “Helligkeitsverlauf” so über das Bild gelegt, das es nach unten immer heller wird. Die Regler- Einstellungen wurden wieder so gewählt, das in den hellen und dunklen Tonwerten die Details mehr zu Geltung kommen. Mit dem Klarheitsregler werden die Strukturen verstärkt, aber eben nur im “Verlaufsbereich”.

8. Partielle Korrektur –  Korrekturpinsel

Himmel
Um die letzten Details nur im Himmel hervorzuheben, kann mit dem Korrekturpinsel der Bereich durch “einzeichnen” genau festgelegt werden. Was hier rot “eingefärbt” wurde, ist der Bereich der die Änderungen der Einstellungs-Regler annimmt.

Zu den dunklen Bildbereichen
Das ganze wurde dann mit einer weiteren Korrektur auf – für meinen Geschmack – zu dunklen Bildbereiche angewendet, wie Schatten und Baumstämme.

Vorher – Nachher

Hier nun das fertig entwickelte Ergebnis im Vergleich.

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